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Coca-Cola meldet niedrigere Kampagnenkosten durch KI. Was ist davon für Ihre Marke interessant?

Wenn ein Weltkonzern von KI-Erfolgen berichtet, ist die naheliegende Frage eines kleineren Unternehmens: Lässt sich davon überhaupt etwas auf uns übertragen? Bei Coca-Cola lohnt sich ein genauer Blick. Nicht, weil die Weihnachtskampagne plötzlich zum Preis eines Software-Abos zu haben wäre. Sondern weil sich manche kreative Idee neu bewerten lässt, die bislang am vermuteten Produktionsaufwand scheiterte.

Am 18. Februar 2025 berichtete John Murphy auf der CAGNY-Konferenz, dass generative KI die Produktion der Weihnachtskampagne 2024 deutlich beschleunigt und verbilligt habe. Das ist eine Aussage des Unternehmens. Ein Vergleichsbudget, einen Geldbetrag oder einen prozentualen Kostenvorteil nannte er in diesem Beitrag nicht.

Meine Kampagne besprechen

MindVerve

Drei KI-Projekte, drei unterschiedliche Aussagen

Produktionskosten, Geschwindigkeit und Beteiligung sind getrennt zu betrachten.

  • Weihnachten 2024 · Kampagne

    Geringere Kosten

    Laut Coca-Cola schneller und günstiger produziert.

    Keine konkrete Ersparnis veröffentlicht.

    Coca-Cola · 18. Februar 2025
  • Fizzion · Inhaltserstellung

    Bis zu 10×

    Angekündigte Produktionsgeschwindigkeit.

    Am 15. Mai 2025 ein Pilot; kein geprüfter Durchschnittswert.

    Coca-Cola · 15. Mai 2025
  • Weihnachtsmann · Erlebnis

    Über 1 Million

    Teilnehmende · 43 Märkte · 3 Wochen

    Gemeldete Beteiligung, keine Verkaufszahlen.

    Microsoft · 15. April 2025

Für Ihre Marke

Kreativ denken. Das Vorhaben sinnvoll begrenzen.

Was Sie mit KI für Ihre Marke umsetzen können

Kerzen in bernsteinfarbenen Gläsern, saisonale Bildentwürfe und ein Laptop auf dem Arbeitstisch eines kleinen Studios.

Welche Kosten sind tatsächlich bekannt?

Die Aussage zeigt, dass Coca-Cola bei dieser Produktion einen wirtschaftlichen Vorteil sah. Sie liefert aber keine Grundlage, um für ein anderes Unternehmen einen Preis oder eine Ersparnis auszurechnen. Auch die Qualität einer Kampagne lässt sich nicht aus der Produktionsgeschwindigkeit ableiten.

Für Ihre Planung zählt der gesamte Weg bis zu Inhalten, die sich tatsächlich veröffentlichen lassen. Dazu gehören kreative Leitung, Korrekturen, eingesetzte Software, Nutzungsrechte sowie die Prüfung von Produkttreue und sachlicher Richtigkeit. Ein schnell erzeugter Entwurf kann erhebliche Nacharbeit erfordern. Wer nur die Erzeugung betrachtet, vergleicht nicht die vollständigen Kosten.

Die bessere Frage lautet daher: Welche Kampagnenidee wäre für Ihre Marke wertvoll, wenn sich ihr Produktionsumfang sinnvoll begrenzen ließe? Der mögliche Nutzen muss nicht immer ein kleineres Budget sein. Auch bessere Entwürfe innerhalb derselben verfügbaren Zeit können ein relevantes Ziel sein.

Ein Detail aus Boston ist aufschlussreicher als der große Auftritt

Für Weihnachten 2024 ließ Coca-Cola den bekannten Film Holidays Are Coming von drei Studios mit KI neu interpretieren. Nach der offiziellen Kampagnenbeschreibung wurden einzelne Bilder auf den Ausspielungsort abgestimmt. In Boston war beispielsweise ein entsprechendes Willkommensschild zu sehen.

Dahinter steht eine übertragbare kreative Überlegung: Eine Kampagne kann einen erkennbaren Kern behalten und trotzdem verschiedene Menschen gezielter ansprechen. Bei einer kleineren Marke könnten unterschiedliche Nutzungssituationen eines Produkts oder verschiedene Zielbranchen eines Dienstleisters den Anlass für Varianten geben.

Das sind denkbare Ansätze, keine dokumentierten Kundenergebnisse. Eine fiktive Marke für Wohnaccessoires könnte etwa für eine neue Kollektion mehrere Bildwelten prüfen und eine davon für ausgewählte Kanäle ausarbeiten lassen. Entscheidend wäre nicht, möglichst viele Bilder zu erzeugen, sondern eine zusammenhängende Aussage zu finden, die zum Produkt und zu den Käufern passt.

Die Angabe „bis zu zehnmal schneller“ gehört zu einem anderen Projekt

Am 15. Mai 2025 stellte Coca-Cola Project Fizzion vor. Das mit Adobe entwickelte Vorhaben sollte Markenregeln in die Inhaltserstellung einbeziehen. Coca-Cola sprach von einer bis zu zehnmal schnelleren Produktion. Zum Zeitpunkt dieser Ankündigung wurde Fizzion als Pilotprojekt vorgestellt; ein detailliertes, unabhängiges Vergleichsverfahren wurde nicht veröffentlicht.

Diese Zahl darf nicht nachträglich zum Kostennachweis der Weihnachtskampagne werden. Fizzion ist ein anderes Projekt. „Bis zu zehnmal schneller“ heißt weder „zehnmal günstiger“ noch, dass Ihr Team dieselbe Verbesserung erreicht.

Interessant ist vielmehr, welcher Aufwand in Ihrer Organisation immer wieder anfällt: Formate anpassen, Produktinformationen zusammensuchen, uneinheitliche Texte überarbeiten. Wenn KI hier sinnvoll eingesetzt wird, könnte mehr Aufmerksamkeit für die Idee und die abschließende Auswahl bleiben. Ob das gelingt, zeigt sich an brauchbaren Ergebnissen, nicht allein an der Zahl erzeugter Varianten.

Eine Million Teilnehmende sind keine Million Verkäufe

Zur Weihnachtszeit 2024 gab es außerdem ein interaktives Erlebnis mit einem digitalen Weihnachtsmann. Microsoft meldete in einer Fallbeschreibung vom 15. April 2025 mehr als eine Million Nutzer in 43 Märkten innerhalb von drei Wochen. Die Angaben betreffen die Nutzung des Erlebnisses. Sie belegen weder Verkäufe noch einen finanziellen Ertrag.

Der Wechsel vom Zuschauen zum Mitmachen kann für Marken spannend sein. Allerdings beruhte die Coca-Cola-Anwendung auf eigens entwickelten Funktionen; einige Möglichkeiten wurden vom Unternehmen als exklusiv beschrieben. Ein gewöhnliches Software-Abo stellt dieses System nicht automatisch bereit.

Für ein kleineres Unternehmen wäre eine interaktive Anwendung deshalb ein gesondertes technisches Vorhaben. Ihre Machbarkeit, ihr Umfang und ihre Kosten müssten erst geklärt werden. Sie ist kein notwendiger erster Schritt, um eine Kampagne kreativer oder relevanter zu gestalten.

Mit MindVerve ein passendes Vorhaben abgrenzen

Vielleicht gibt es bereits einen Produktstart, einen wichtigen Saisontermin oder eine gute Idee, die bisher liegen geblieben ist. MindVerve kann im Rahmen der Unterstützung für KI-Inhalte und Kampagnen helfen, daraus einen konkreten Auftrag zu entwickeln: mit Kampagnenbriefing, unterschiedlichen Ansätzen, vereinbarten Inhalts- oder Gestaltungsbeispielen und Kriterien zur Prüfung von Fakten, Tonalität und Produkttreue.

Die Zusammenarbeit kann Ihr bestehendes Team oder Ihre Agentur ergänzen. Welche Formate und wie viele Entwürfe dazugehören, wird zusammen mit dem Leistungsumfang im Angebot festgelegt. Mediabudget und Rechteklärung werden getrennt behandelt. Eine individuell entwickelte interaktive Anwendung benötigt eine eigene technische Klärung, ohne vorweggenommene Zusage zu Preis oder Machbarkeit.

Coca-Cola liefert eine Anregung, keine Ergebnisgarantie. Der Maßstab für Ihr Projekt bleibt, ob die Arbeit Ihre Marke verständlicher und überzeugender präsentiert. Daran sollte sich die Entscheidung über den Projektstart orientieren.

Welche Kampagnenidee haben Sie wegen des vermuteten Aufwands zurückgestellt? Erzählen Sie uns von Zielgruppe, Anlass und Rahmenbedingungen. Gemeinsam lässt sich die passende Unterstützung klären.

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Offizielle Quellen

Unabhängige Analyse öffentlich zugänglicher Unternehmensangaben.

Coca-Cola · CAGNY, 18. Februar 2025, S. 9Coca-Cola · Weihnachtskampagne, 10. Dezember 2024Coca-Cola · Project Fizzion, 15. Mai 2025Microsoft · Coca-Cola-Fallbeschreibung, 15. April 2025

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